VSKler beim Ironman 70.3 Kraichgau 2016

Mit acht Athleten und einem tollen Support-Team haben wir am ersten Juni-Wochenende die erste Mitteldistanz dieser Saison bewältigt.
Dazu sind wir ins Kraichgau, das Land der tausend Hügel, gereist. Schon am Freitag, unserem Anreisetag, gönnten sich die Frauen des Support-Teams keine Ruhe und rannten beim Iron-Girl fünf schnelle Kilometer rund um das Event-Gelände.

Freitagabend waren dann Geduld und Organisationstalent gefragt. Auch hier glänzte unser Support-Team, als es darum ging, in der von Triathleten überfüllten Kleinstadt einen Platz für 15 Personen beim einzigen (und sehr empfehlenswerten) Italiener, Da Renato, zu bekommen.

Der Samstag verlief typisch: Zuerst gemeinsam ausgiebig und entspannt frühstücken, dann auf das Ende des Regens für eine lockere Einheit warten. Diese haben wir immer wieder nach hinten verschoben, bis klar war, Rad fahren wir doch nicht mehr. Stattdessen haben wir uns bei einem lockeren Lauf, gespickt mit knackigen Beschleunigungen, schon mal mit der hügeligen Innenstadt vertraut gemacht. Dann nur noch Räder einchecken, Pasta-Party, und der Tag war geschafft.

Der Wettkampf am Sonntag war klasse und gewohnt gut organisiert. Es starten immerhin fast 2500 Athleten. Eine große Runde im Hardtsee, dann schnell ins Wechselzelt, wo fleißige Damen auch beim Ausziehen des Neos halfen, wenn es nötig war. Wir alle hatten es eilig, aufs Rad zu kommen - die Strecke im Kraichgau ist ein Genuß. Die Straßen sind gut, die Landschaft sehenswert - und auf die 1000 HM hatten wir uns bestens auf Mallorca und im Harz vorbereitet. Weniger gut vorbereitet waren wir auf die Laufstrecke. Wir hatten leichtsinnig einer Erzählung vertraut, die Laufstrecke sei bis auf eine kleine Rampe flach, was sich als jedoch falsch erwies. Egal, Überraschungen gehören zum Triathlon - und umso zufriedener sind wir mit unseren erreichten Laufzeiten. Und manch einer durfte eine neue Erfahrung machen: Ein Krampf kann doch tatsächlich mal eine Gehpause erzwingen…

Aber eines machte uns allen den Halbmarathon so kurzweilig wie noch nie: Die Frauen unseres Support-Teams und unser Team-Captain waren fantastisch und haben uns auf jeder Runde zur Höchstleistung motiviert.

Das Wetter paßte auch: Der leichte Regen bei angenehmen 23 Grad wirkte erfrischend beim Laufen, und pünktlich zum gegenseitig auf die Schulter klopfen im Ziel kam auch die Sonne raus.
Zum Glück hatten wir bei Da Renato bereits nach dem ersten Abend einen Stein im Brett, und so war es kein Problem, unsere Tischreservierung um eine Stunde zu verschieben. Das war nötig, weil Marcus Kohlhase den 2. Platz in seiner AK erreichte und wir die Siegerehrung natürlich nicht verpassen wollten. Die ausgelassene und wohlverdiente Feier war dann die Krönung eines tollen und erfolgreichen Wochenendes.

Hier die Ergebnisse in Zahlen:

  1.    Marcus Kohlhase: 4:26:24 (59.) (30:30, 2:25:18, 1:25:30)
  2.    Ole Macke: 4:41:09 (164.) (29:49, 2:34:56, 1:31:18)
  3.    Malte Rolf-Pissarczyk: 4:43:20 (186.) (32:40, 2:38:49, 1:27:06)
  4.    Michael Bauer: 5:05:41 (553.) (39:02, 2:43:06, 1:37:36)
  5.    Jochen Landwehr: 5:35:35 (1208.) (33:04, 2:52:41, 2:00:01)
  6.    Marc Kebbel: 05:39:50 (1295.) (37:26, 2:52:25, 2:01:03)
  7.    Henning Siebert: 05:47:40 (1432.) (36:18, 2:57:04, 2:06:35)
  8.    Stefan Wöhrmann: 05:55:56 (1555.)  (39:11, 3:03:57, 2:04:54)