Mädelspower beim ICAN Half Ironman in Amsterdam

Ziemlich spontan und nach dem Motto "warum erst mit der olympischen Distanz rumschlagen" haben wir drei Neulinge Katrin, Maren und Ulrike uns Ende letzten Jahres entschieden, dass das Saisonhighlight 2016 eine Mitteldistanz sein sollte. Eine passende Veranstaltung war mit dem ICAN Amsterdam schnell gefunden, denn in einem Punkt waren sich alle einig: bloß keine Berge oder Hügel! Nach der Anmeldung im Februar gab es dann kein Zurück mehr.

Im März gab es von „Trainer“ Marcus Kohlhase den ersten Trainingsplan. Der warf doch einige Fragen auf: wie lässt sich das mit Arbeitszeiten vereinbaren, wo haben da noch andere „unsportliche“ Freunde Platz, was ist wenn wir bedingt durch andere Termine eine Einheit ausfallen lassen müssen und überhaupt, wie soll das bitte zu schaffen sein?! Aber egal, mitgefangen – mitgehangen! Da müssen wir nun durch.

Also wurde von nun an fleißig trainiert. So oft es ging, wurden gemeinsame Einheiten absolviert. Nicht zuletzt um Freud und Leid zu teilen...

In den nächsten Monaten spulten wir also mehr oder weniger gewissenhaft das Trainingsprogramm ab. Manch eine von uns ließ sich auch nicht durch Regen, Hagel, Wind und Gewitter beeindrucken und zog die Einheiten konsequent durch. Natürlich gab es zwischendurch auch immer wieder kleinere Stimmungs- und Leistungstiefpunkte, doch dank der Unterstützung der anderen VSKler, die uns immer wieder Mut zusprachen und auch bei dem ein oder anderen Koppeltraining mit uns gemeinsam gelitten haben, spulten wir das Programm ab.

So ging es dann Ende Juni tatsächlich nach Amsterdam. Eine Mischung aus Angst, Vorfreude und Zweifel begleiteten uns.

Unsere Unterkunft war perfekt gelegen, Wechselzone und Startbereich nur einen Steinwurf entfernt. Der Wetterbericht wurde leider in den letzten Tagen immer schlechte Aber chlechtes Wetter kannten wir ja bestens aus der Vorbereitung.

Sonntag früh war es dann soweit! Gut gestärkt dank Massen von Porridge ging es an den Start!

Der Schwimmstart war etwas holprig: Anpfiff, mehr oder weniger eleganter Sprung vom viel zu kleinen Steg und los ging´s. Das Wasser der Amstel war angenehm temperiert und ausreichend Bojen entlang der Strecke verhinderten unnötiges Zick-Zack-Schwimmen, sodass der erste Teil also schon gut gemeistert werden konnte. Sogar Katrin, zu deren Lieblingsdisziplinen Schwimmen bisher nicht gehörte, sagte im Nachhinein,dass fast so etwas wie Spaß im Spiel war.

Dann ging es auf die Radstrecke durchs platte Umland von Amsterdam. Die Strecke war landschaftlich schön und ließ sich super fahren! Auch mit diesem Teil des Wettkampfes war jede für sich sehr zufrieden. Der angekündigte Regen und der befürchte Gegenwind blieben glücklicherweise aus.

Zu guter Letzt die Laufstrecke. Inzwischen war es sogar entgegen der Wetterprognose richtig warm und sonnig geworden. Zwei Runden waren zu absolvieren, doch schon nach der ersten Strecke war allen klar: das werden nie und nimmer 21,1 km... Nach einer Laufstrecke von ca. 16,5 km kamen wir dann erschöpft und abgekämpft aber dennoch sehr erleichtert und glücklich ins Ziel!

Jede für sich war mit dem eigenen Ergebnis mehr als zufrieden. Katrin und Ulrike konnten sich sogar Platz 2 und 3 in der Altersklassenwertung erkämpfen.

ICAN-Amsterdam

In der Heimat sorgten unsere guten Zeiten bei denjenigen, die das Rennen via Internet verfolgt hatten für große Irritationen... Denn nicht nur die Laufstrecke war knapp fünf Kilometer zu kurz, auch die Radstrecke war insgesamt nur 80 km lang...Daher die überragenden Ergebnisse... Und der Wunsch, irgendwann noch einmal eine "echte" Mitteldistanz zu absolvieren!